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Was ist Plastik, warum sollten wir Plastik vermeiden + 9 Tipps Plastikmüll zu reduzieren!

Umweltschutz, ein nachhaltiges Leben führen und fridays for future sind in aller Munde. Mittlerweile weiß jeder von uns, dass es unsinnig ist eine Gurke oder Bananen in Plastik zu verpacken und immer mehr Leute achten beim Einkauf auch darauf der Plastikverschwendung entgegenzuwirken. Doch was ist Plastik eigentlich genau? Warum ist Plastik schlecht für unsere Umwelt und warum sollten wir Plastik vermeiden? Diesen Fragen gehe ich heute auf den Grund und am Ende dieses Beitrags weißt du, warum wir alle unseren Plastikmüll reduzieren sollten. Mit meinen 9 Tipps Plastikmüll zu reduzieren, kannst du schon heute anfangen unserer Umwelt was Gutes zu tun!

Vorab ein paar erschreckende Zahlen rund um Plastik

  • Jeder Deutsche produziert durchschnittlich 37 kg Plastikmüll nur aus Verpackungsmüll pro Jahr (Plastikmüll Statistik 2017)
  • Eine Plastikflasche benötigt 450 Jahre im Meer, um sich zu zersetzen. Dabei löst sich das Plastik allerdings nur in kleinere, kaum sichtbare Plastik-Teilchen auf. Stichwort Mikroplastik.
  • Europa belegt ein Viertel des weltweiten Plastik-Verbrauchs. (Plastikmüll Statistik 2016)
  • 35% des weltweiten Plastik-Verbrauchs sind alleine auf Verpackungen zurückzuführen.

Das sind sehr große, eindrucksvolle Zahlen. Eigentlich kann ich mir darunter nur bedingt was vorstellen, so gigantisch sind diese Zahlen. Doch um mehr in die Thematik des Kunststoffmülls möchte ich dir kurz erklären, was Plastik (in der Fachsprache Kunststoff genannt) eigentlich ist.

Was ist Plastik und wie kann ich Plastikmüll reduzieren?

Was ist eigentlich Plastik?

Kunststoffe, umgangssprachlich auch Plastik genannt, bestehen aus kleinen chemischen Bausteinen, die sich zu größeren Strukturen zusammenschließen. Diese können aussehen wie lange Ketten oder wie ein verflochtenes Netz. Die Bausteine, welche für die Herstellung benötigt werden, werden meistens aus den nicht-erneuerbaren Rohstoffen wie Erdöl, Kohle oder Erdgas gewonnen. Es können aber auch nachwachsende Rohstoffe, wie Bäume, Mais, Kartoffeln oder andere Pflanzen, als Rohstoffquelle verwendet werden. Solche Kunststoffe nennt man Biokunststoffe.

Kunststoffe werden in verschiedene Gruppen eingeteilt:

Thermoplastik

Dazu zählen unter anderem Einweggeschirr, Plastikbecher. Charakteristisch für Thermoplastik ist, dass diese Art des Kunststoffs leicht schmilzt.

Duroplasten

Zu den Duroplasten zählen unter anderem Steckdosenabdeckungen. Sie sind hart und spröde und schmelzen nicht.

Elastoplasten

Wie der Name schon sagt, zeichnet sie ihre Elastizität aus, ein Beispiel ist der Putzschwamm.

Nun da wir einen groben Überblick über Kunststoff haben, interessiert uns natürlich auch noch, wer weltweit am Meisten davon produziert, und wer den meisten Plastikmüll hinterlässt.

Wer sind die größten Plastikmüll Verursacher?

Von 8,3 Mrd. Tonnen aus der Plastik Herstellung werden nur 600 Mio. Tonnen tatsächlich recycelt. Die Recyclingraten sind niedrig: Europa (30%), China (25%) und USA (9%). (Plastikmüll Statistik 2017)
In Deutschland zum Beispiel werden etwa 42% des Plastik-Mülls recycelt. Das muss sich schnellstens ändern. Denn dass eine Recycling-Rate bis zu 90% möglich ist, hat Dänemark bereits bewiesen.

Einwegplastik vermeiden

Was passiert mit dem ganzen Plastikmüll?

Aber was passiert eigentlicht mit dem ganzen Pastikmüll, wenn er schon nicht recycelt wird? Wo landet unser europäischer Plastikmüll, und warum ist es in einigen Ländern Südostasiens nicht möglich, dass sie es so sauber haben wie wir bei uns?

Die Antwort wird dich jetzt erschrecken, mich zumindest erschreckt sie immer noch. Viele Länder versinken im Müll! Aber es ist nicht deren eigener Müll, sondern UNSERER !
Reiche Industrieländer wie Großbritannien, die USA, Frankreich, Spanien, Schweden und auch Deutschland verschicken ihren Müll in Länder wie zB Malaysia. Weil sie sich nicht selbst um ihren Abfall kümmern wollen. Und weil sie es sich leisten können, ihn in Schwellenländer wie Malaysia zu schicken.
Bei dem Müll handelt es sich um Plastik, das in den Herkunftsländern eigentlich zum Recycling vorgesehen war. Doch in Malaysia wird es oft einfach auf Brachgrundstücken, am Rand landwirtschaftlicher Nutzflächen und in leerstehenden Gebäuden gestapelt oder illegal unter freiem Himmel verbrannt.

Weltweit werden nur 9 % aller Kunststoffabfälle umweltgerecht recycelt, 12% werden verbrannt. Der Rest verrottet auf oft illegalen Deponien, auf Feldern, in Wäldern, Flüssen und im Meer. Ich glaube schön langsam wird klar, warum wir Plastikmüll vermeiden müssen!

Doch wie können wir was tun? Die Flut an Plastikmüll lässt sich nur eindämmen, indem weniger Kunststoffe produziert werden. Und wenn WIR Konsumenten weniger Plastikmüll kaufen und bereits gekauftes Plastik nicht nach einmaliger Benutzung sofort entsorgen.

Besser spät als nie beginnt die Politik zu handeln

Nun endlich hat die EU das Verbot für Einwegplastik ausgesprochen. Zeit wird’s… Denn auch wenn ich als Konsument oft daran denke, Plastik zu vermeiden, hin und wieder vergesse ich dann doch drauf. So zum Beispiel habe ich im Frühjahr 3 Pakete (Holzmöbel) geliefert bekommen, und nicht daran gedacht, welche Unmengen an Styropor, Plastikfolien usw zum Schutz der Holzteile mitgeliefert werden. Insgesamt hat das Verpackungsmaterial 2 gelbe Säcke ergeben. Erschrecken oder?

Das geht auch anders, und ich hätte daran denken müssen. Oder hätten die Hersteller schon umdenken müssen, weil der Konsument nicht bei jedem Kaufgegenstand alle Einzelheiten auf den Prüfstand stellen kann?

Obst und Gemüse muss nicht extra in Plastikmüll verpackt werden.
Zwiebeln in einem Karton nochmal mit Plastikfolie verpacken – muss das sein?

Was können wir tun? 9 Tipps Plastikmüll zu reduzieren

Wir können leider nicht nur darauf warten, bis die Politik Verbote ausspricht und die Industrie dementsprechend handeln muss. Wir müssen selbst tätig werden und Plastik weitgehendst aus unserem Alltag verbannen. Sowas geht natürlich nicht von heute auf Morgen und von einer kompletten Vermeidung von Plastik kann sowieso nicht die Rede sein. Aber es gibt einige Dinge, die sich leicht umsetzen lassen.

3 Tipps für weniger Pastikmüll im Badezimmer


Verzichte auf Einwegrasierer und greif stattdessen
zum Rasierhobel.
Beim Rasierhobel musst nur nur von Zeit zu Zeit
die Klingen austauschen. Aus Platik ist da übrigens
gar nichts. 



Verwende harte Seifen und Shampoos
statt Flüßigseife aus der Tube.
Seifen kannst du in Kartonverpackung
und auch verpackungsfrei kaufen.



Verzichte bei Neuanschaffungen,
wie etwa einer Bürste, auf Plastik.
Du kannst dir auch Bürsten und Kämme
aus Holz zulegen.


Weniger Plastikmüll im Badezimmer

3 Tipps für weniger Verpackungsmüll in der Küche

  • Züchte deine eigenen Kräuter und Sprossen, das verhilft dir nicht nur zu deinem Urban Jungle zu Hause, du vermeidest damit auch den Kauf von Kräutern in Plastikfolien und Plastiktöpfen.
  • Kauf dein Obst und Gemüse lose und nicht in Folie eingeschweißt, und verzichte auch auf diese dünnen Plastiktüten in der Gemüseabteilung!
  • Kauf nie mehr Plastikdosen zum Aufbewahren. Bestimmt kaufst du dir hin und wieder mal 1l Löffeleis vom Supermarkt um die Ecke. Und siehe da! Sobald deine Eisbox leer und frisch gewaschen ist, kannst du sie zweckentfremden und du hast eine neue Dose zum Aufbewahren.
Hauptsache keine Einwegflasche aus Plastik!

3 Tipps für weniger Verpackungsmüll für unterwegs

  • Denk daran, dir eine Trinkflasche von zu Hause mitzunehmen, und verzichte darauf dir unterwegs Getränke in der Plastikflasche zu kaufen.
  • Kauf dir dein Jausenbrot nicht abgepackt im Supermarkt. Dieses ist oft in Papier und zusätzlich in Plastik eingepackt und verursacht zu viel Müll, den du vermeiden könntest. Richte dir deine Brotzeit schon zu Hause her, und packe es in eine Brotdose oder in ein Bienenwachstuch! Spart übrigens auch noch Zeit und Geld.
  • Statt dir einzeln verpackte Snacks aus dem Supermarkt zu kaufen, greif auf Obst und lose Nüsse aus dem Garten zurück! Und wenn du dir unterwegs doch was zu Naschen kaufen möchtest: gönn dir ein Eis ABER in der Waffel! Denn die Waffel kannst du mitessen und du sparst den lästigen Einwegbecher, in dem Eis auch oft verkauft wird.

Meiner Meinung nach sind diese 9 Tipps um Plastik zu vermeiden sehr leicht umzusetzen. Sie lassen sich einfach ins alltägliche Leben integrieren und die Umstellung wird dir bestimmt leicht fallen. Somit sind meine 9 Tipps zur Plastikvermeidung auch für Anfänger und all jene geeignet, die sich ans Plastikfasten mal rantasten wollen.

Was sind deine Lieblingstipps zum Thema Plastikfasten? Hinterlasse mir gerne ein Kommentar!

Du bist auf der Suche nach weiteren einfachen Umwelttipps? Dann lies dir gerne meinen Beitrag 5 einfache Tipps für ein nachhaltigeres Konsumverhalten durch.

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