5 ultimative Campingtipps für deinen USA Roadtrip

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5 Camping Tipps für deinen USA Roadtrip

Dass du deinen Urlaub in den USA verbringen wirst steht schon fest. Der Flug ist vielleicht auch schon gebucht, nun stehst du vor der Qual der Wahl. Wo wirst du deine Nächte verbringen? In Las Vegas suchst du dir vielleicht ein schickes Hotel, in San Francisco probierst du für ein paar Nächte ein Bett in einem Hostel, und in Los Angeles fällt deine Wahl auf ein Motel. Genau so habe ich es zumindest gemacht. Aber wo schläfst du die restlichen 7-14 Tage deines Roadtrips durch die USA? Mein Rat an dich ist: geh Campen! Du bekommst heute von mir 5 ultimative Campingtipps für deinen USA Roadtrip.

5 Camping Tipps für deinen USA Roadtrip

Traumhafte Kulisse im Zion National Park

7 Gründe, warum du Camping lieben wirst

Falls du dir noch unsicher bist ob Camping in den USA wirklich das Richtige ist für dich, lass mich dir 7 Gründe aufzählen, die eindeutig FÜR einen Campingurlaub in den USA sprechen:

  1. Campen im Zelt ist wirklich günstig! Im Durchschnitt haben wir pro Person 10 $ / Nacht auf einem Campingplatz gezahlt. Auf diese Weise haben wir uns einige hundert Euro gespart. Das Ersparte haben wir allerdings trotzdem in den USA gelassen. Wir sind mit einem Helikopter über den Grand Canyon geflogen! Mehr dazu gibts in einem späteren Bericht von mir!
  2. Das Zelt nimmt weniger Platz ein als man vermutet: Meine Tricks zur fluggerechten Verstauung deines Zeltes im Backpackerrucksack liest du weiter unten im Artikel.
  3. Für die Liebhaber des geregelten Alltags: Campen bringt Routine und Beständigkeit in deine Urlaubstage. Das morgendliche Abbauen des Zeltes wird zum täglichen Ritual, genauso wie das gemeinsame Abendessen im Freien vor dem Zelt.

    Abendessen mit Aussicht auf den Lake Powel

    Abendessen mit Aussicht auf den Lake Powel

  4. Du brauchst keinen Wecker. Falls dich das Gezwitscher der Vögel zur Morgenstunde noch nicht geweckt hat, dann werden das spätestens die warmen Sonnenstrahlen tun, indem diese die Zeltatmosphere zu einem saunaähnlichen Zustand aufheizen.
  5. Mein persönliches Highlight, warum ich Camping so liebe ist, dass du mit dem Fuß aus dem Bett steigst und mitten in der Natur stehst. Ich liebe den Waldgeruch in der Nase, genauso wie das Knacken der kleinen Ästchen unter jedem meiner Schritte.

    Sequoia National Park

    Sequoia National Park

  6. Selbst dem bitterkalten Gang zur Toilette mitten in der Nacht kann ich etwas Positives abgewinnen. Ich gebe zu, das Anziehen der Schuhe im stockdunklen Zelt gestaltet sich manchmal als etwas schwierig, zumal die Schuhe erstmal gefunden werden müssen, und auch das Öffnen de Zeltes stellt in der Finsternis eine kleine Herausforderung dar. Doch hast du die kleinen Hürden überwunden und dem ersten Kälteschock außerhalb des Zelts stand gehalten, wirst du dankbar sein das Zelt verlassen zu haben. Der Sternenhimmel in den abgelegenen National Parks ist so klar und nicht nur der Mond strahlt dir sein helles Licht entgegen. Wenn du genau hinsiehst, wirst du sogar die Milchstraße erkennen können. So einen Anblick hatte ich bisher noch nie zuvor, es war einfach überwältigend.
  7. Mein letzter Pluspunkt auf der „7 Gründe, warum du Camping lieben wirst“-Liste: Auf den meisten Campingplätzen wirst du vergebens nach Wlan suchen. „Und das soll positiv sein?“, fragt sich nun jeder Social-Media-Dopamin-Süchtige, sowie auch ich. Und ich kann dir sagen, genau dieser 7. Punkt, weniger im Internet zu sufen, ist enorm wichtig. Eine Auszeit von der täglichen Reizüberflutung der Medien wird nicht nur deinem Kopf gut tun, auch die Beziehung zu deinem Partner wird es dir danken, wenn mal keiner von beiden das Handy in der Hand hält. Stattdessen kann man gemeinsam zum Beispiel den wohl schönsten Sonnenuntergang im Kings Canyon betrachten.

    Sonnenuntergang im Kings Canyon National Park

    Sonnenuntergang im Kings Canyon National Park

Ich hoffe doch sehr, ich konnte dich nun von einem Campingurlaub in den USA überzeugen?! Dann erzähle ich dir mal, warum es gar eine Hexerei ist, das Zelt von zu Hause mitzunehmen, ohne dass dein Gepäck Übergewicht bekommt.

Zelt im Flugzeug

Dass wir während unseres Roadtrips auch einige Tage im Zelt verbringen wollten, darüber waren wir uns beide von Anfang an einig. Ursprünglich war unser Plan, ein Zelt vor Ort in einem der großen Supermarkts (Walmart, etc) zu kaufen. Doch am Vorabend des Flugs entschieden wir uns spontan anders. Unser komplettes Reisegepäck war schon fein säuberlich in unseren Rucksäcken verpackt. Und da fiel es uns wie Schuppen von den Augen. Wir hatten noch genug Platz, unser eigenes Zelt samt Schlafsäcke mitzunehmen!

Rucksack mit Regenschutz verhüllen: Flugsicherheit

Rucksack mit Regenschutz verhüllen: Flugsicherheit

Zu zweit haben wir uns für 2 kleine Koffer, die als Handgepäck zählten entschieden. Dazu trug jeder seinen Backpackerrucksack auf den Schultern.

Wie wir Zelt, Kleidung und Schuhe untergebracht haben:

  • die Schlafsäcke haben wir innerhalb der Rucksäcke verstaut
  • in einen Koffer wurde Notfallkleidung (falls ein Rucksack nicht am Flughafen ankommen sollte) gepackt
  • in den zweiten Koffer wurde das Unterzelt und die Isomatte verstaut
  • kleines Zeltzubehör (Heringe, etc) gehört NICHT ins Handgepäck! sämtliches Zeltzubehör wurde also in den Rucksäcken verstaut
  • eine weitere Isomatte haben wir in den USA gekauft
  • der am Foto abgebildete Campinghocker war eigentlich nicht nötig, da auf jedem Campingplatz genügend Sitzgelegenheiten pro Parzelle vorhanden waren
das Zelt im Flugzeug transportieren

Das Zelt im Flugzeug transportieren

Wenn du dann endlich nach dem langen Flug in der USA angekommen wirst du meine Campingtipps für deine Rundreise durch die USA gut brauchen können:

5 ultimative Campingtipps für deinen USA Roadtrip

1. Campingtipp: Kleidung

Nimm Kleidung für höchstens eine Woche mit. In jeder größeren Stadt (San Francisco, Las Vegas, Palm Springs, Los Angeles oder Santa Barbara) findest du Waschsalons. Wir zum Beispiel haben 2 mal gewaschen in 3 Wochen. Das Waschen in den Waschsalons geht schnell und unkompliziert. Und ist mit 3-5 Dollar preiswert.

Waschsalon in den USA

Waschsalon in den USA

2. Campingtipp für deinen USA Roadtrip: Bargeld

Auch wenn du in den USA viel mit deiner Kreditkarte zahlen wirst, beim Campen solltest du immer genug Bargeld mithaben! Denn es kann vorkommen, dass du einen nicht so stark frequentierten Campingplatz ansteuert, auf welchem der Ranger nur 2 mal pro Tag vor Ort ist. Dann musst du dein Bargeld (natürlich passend) in einen Umschlag geben und in den Briefkasten vor Ort werfen. In den National Parks ist es auch möglich, dass du zum nächsten Visitorcenter fährst und dort per Kreditkarte zahlst. Aber weniger umständlich ist bestimmt, das nötige Kleingeld einfach passend parat zu haben.

3. Campingtipp: Duschen

Stelle dich darauf ein, dass du ein paar Tage ohne Dusche auskommen musst. Einige größere Campingplätze bieten zwar Duschen gegen zusätzliche Bezahlung an, aber auf den meisten von mir besuchten Campingplätzen waren keine Duschen vorhanden. Ich habe mir dann meine Haare im Waschbecken gewaschen – war auch nicht so schlimm.

4. Campingtipp für deinen USA Roadtrip: Brennholz

Das tolle an den Campingplätzen in den USA ist, dass wirklich jeder Zeltplatz seinen eigenen Grill zur Verfügung gestellt bekommt. Auf manchen Campingplätzen gibts sogar eine extra Feuerstelle! Ist ja wohl klar, dass dieser Grill dann auch benutzt werden will! Auf manchen Campingplätzen ist das Sammeln von Holz erlaubt. Doch nicht überall findest du Holz oder wird eines kostenlos bereitgestellt! Also bleibt dir nichts anderes übrig als eines zu kaufen. Und das kann in der „falschen“ Gegend so richtig teuer werden. Während unseres Aufenthalts im Grand Canyon National Park zum Beispiel mussten wir fast 10 Doller für ein Bündel Holz zahlen (dieses hält aber meist nur 1-2 Tage)

5. Campingtipp für deinen USA Roadtrip: Essen & Tiere

Lass niemals dein Essen aus den Augen! Sonst passiert dir vielleicht folgendes: Ihr geht beide aufs WC – verlässt also den Zeltplatz. Ringsum schlafen noch alle, der Campingplatz ist nicht gut besucht. Ruhe. Genau diese Stille nutzen die kleinen Nager (Eichhörnchen, Streifenhörnchen und wie sie alle heißen) aus. Dein Marmelade-Erdnussbutter-Toast sieht zu einladen aus für das kleine Tierchen. Und schwubs sitzt es schon dort, und freut sich, dass du mit so viel Liebe eine Mahlzeit für das kleine Wesen zubereitet hast.

Nagetiere in den National Parks

Nagetiere sind nicht nur in den National Parks, auch entlang der Küste sind sie zu Hause!

Wahre Geschichte, so ist es mir passiert. Ich traute meinen Augen nicht zu glauben, also ich sah wie sich das Eichhörnchen genüsslich über mein Jausenbrot hermachte.

Eichhörnchen sind aber nicht die einzigen Tiere, mit denen ich Bekanntschaft schließen durfte. Im Grand Canyon National Park zum Beispiel laufen viele dieser Riesen herum:

Tiere im Grand Canyon National Park

Ein Wapiti im Grand Canyon National Park

Und um nicht auch noch einen Bären kennen zu lernen, solltest du deine Lebensmittel aber auch Kosmetikartikel (Zahnpasta, Handcreme, ect..) in den dafür vorgesehenen Metallboxen verstauen!

Verstaue dein Essen um keine Bären anzulocken!

Verstaue dein Essen um keine Bären anzulocken!

Kehrseite des Campings

Ich möchte dir nicht vorenthalten, dass auch beim Camping nicht immer alles nach Plan verläuft.

Das Wetter spielt nicht immer mit

Unser Besuch im Grand Canyon National Park zum Beispiel fiel Wort wörtlich ins Wasser. Vielleicht haben wir deswegen sofort einen Zeltplatz bekommen. Ich habe das aber aus einem weitern Grund positiv gesehen. Nun wissen wir, dass unser Zelt auf jeden Fall wasserfest ist!

Oder im Bryce Canyon war es so richtig kalt am Abend, in der Nacht sowieso und während des gigantischen Sonnenaufgangs leider auch noch. Naja… eine Nacht in der Kälte hat uns jetzt auch nicht geschadet.

Luxus oder aufs Nötigste beschränkt

Wenn du sparsam bist, kann es schon mal vorkommen, dass du Salat mit kalten Dosenravioli isst. Sicherlich nicht luxuriös, allerdings hat es satt gemacht und ich habe auch schon schlechter gegessen. Deprimierend ist halt dann der Blick auf die amerikanische Nachbarparzelle, denn deren Bewohner haben das Zelteln perfektioniert!

Dosenravioli und Salat, so geht Camping

Dosenravioli und Salat, so geht Camping

versus

Luxus Camping im Yosemite National Park

Luxus Camping im Yosemite National Park

5 ultimative Campingstipps für deinen USA Roadtrip

5 ultimative Campingstipps

Das war meine Hommage ans Camping in den USA. Ich hoffe sehr, dass ich dir mit meinen Tipps und gesammelten Erfahrungen weiterhelfen konnte!

Meine Beiträge zu den Nationalparks, in denen wir mit dem Zelt übernachtet haben, findest du hier:

Ich würde mich freuen, wenn du mir einen Kommentar hinterlässt, in welchem du mir erzählst, wo du deinen schönsten Campingurlaub verbracht hast.

7 Kommentare
  1. Michelle says:

    Hihi, ein witziger Artikel. Vieles erinnert mich an das Festivalleben und ich erkenne mich darin wieder:
    Cornflakes zum Frühstück und wenn die Temperaturen es zulassen gibt es auch mal Kartoffelsalat mit Bockwurst.
    Der nächtliche Gang zur Toilette und die Sauna am Morgen.
    Ich finde zelten toll, wobei das wahrscheinlich nicht für jedermann/frau was ist.
    Aber das Eichhörnchen ist ja frech! Wie die ganzen Äffchen in Asien 😀

    Schöner Artikel und tolle Tipps!

    Viele Grüße aus Singapur!
    Michelle <3
    gowhereyourhearttellsyoutogo.wordpress.com

    Antworten
    • smilesnapandtravel says:

      Vielen Dank für deinen Kommentar Michelle!
      Ja du hast recht, Camping ist nicht jedermanns Sache. So habe ich dennoch das Gefühl: diejenigen die Campen gehen, sind mit Herz und Seele dabei 😉
      Ja- genau! Eichhörnchen in den USA haben ähnliche Charakterzüge wie Äffchen in Asien!
      Ich freue mich, dass dir mein Beitrag gefallen hat!
      Liebe Grüße
      Veronika

      Antworten
  2. melanie says:

    Ach, so gerne würde ich mal einen Roadtrip durch die USA machen. Grundsätzlich kann ich deinen sieben Gründen warum man campen sollte total zustimmen. Für die Seele gibts wohl nichts besseres als die Natur, kein W-lan und vielleicht einige Tage keine möglichkeit den Akku zu laden. Ich verbrachte oft meine Sommerferien in Jugenscamps, welche ich nun seit 4 Jahren auch selber leitete. Deshalb habe ich meine Grundkentnisse im Zelten und sogar Kurse besucht, damit ich eben die Jugendlichen betreuen kann. Nun ja, trotzdem würde ich wohl lieber von Unterkunft zu Unterkunft schwingen wenn ich das erste Mal in die USA reise. Wir werden es sehen.
    alles liebe
    <3 meli
    https://melslybeauty.wordpress.com/

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    • smilesnapandtravel says:

      Vielen Dank für deinen Kommentar!
      Finde ich sehr toll, dass du sogar die Leitung solcher Camps übernommen hast. Ich selbst war als Kind auch oft auf Sommerlager, allerdings leider nie mit dem Zelt.
      Ich wünsche dir jedenfalls viel Spass auf deinem Roadtrip, und darf dir noch als Tipps mitgeben: in den größeren Städten solltest du deine Unterkunft lieber vorbuchen! In LA zum Beispiel hatten wir Schwierigkeiten eine halbwegs günstige Unterkunft zu finden… und dann muss man in den amerikanischen Städten auch noch aufpassen, nicht im falschen Viertel zu landen!
      Liebe Grüße
      Veronika

      Antworten
  3. L❤ebe was ist says:

    ein cooler Beitrag meine Liebe! ich muss zugeben, dass Campen irgendwie so gar nicht meine Reiseart ist . ich habe das früher als Jugendlich sehr oft gemacht, fühle mich aber mittlerweile echt zu alt 😉

    bin gespannt auf eure Reiseberichte!
    liebste Grüße auch,
    ❤ Tina von http://www.liebewasist.com

    Antworten
    • smilesnapandtravel says:

      danke Tina!
      Ja.. ich glaube das Campen mit dem Zelt hört sich dann irgendwann mal auf. Wenn es dann bei mir soweit ist, möchte ich aber unbedingt noch Campen in einem Van (oder ähnlichem) ausprobieren! und dann kann ich ja immer noch auf ein schönes Hotel zurückgreifen.
      Liebe Grüße
      Veronika

      Antworten
  4. Sirit says:

    Hier ein weitere Versuch zu kommentieren. Bin auch camper, mag es so nah mit der Natur zu sein! LG !! Sirit von Textwelle

    Antworten

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