Death Valley – dem Hitzetod entkommen

Das Tal des Todes, wie das Death Valley wörtlich übersetzt wird, ist seit 1994 ein Nationalpark in den USA und befindet sich in der Mojave-Wüste (in den Bundesstaaten Kalifornien und Nevada). Der Death Valley Nationalpark ist nicht nur ein Hitzepol und eine der heißesten Gegenden in Nordamerika, er ist auch der trockenste Nationalpark der USA (obwohl das Death Valley nur wenige hundert Kilometer vom Pazifischen Ozean (Santa Barbara, San Francisco oder Los Angeles) entfernt liegt!). Eine weitere Besonderheit des Death Valley ist, dass es zum Teil unter dem Meeresspiegel liegt! Der tiefste Punkt des Tals liegt fast 86m unter dem Meeresspiegel.

Rund um das Death Valley befinden sich Gebirgsketten, welche die beiden großen Täler des Death-Valley umschließen. Wider der Annahme, dass im Tal des Todes kein Leben herrscht, findet man dort über 400 Tierarten (unter anderem Kojoten, Eidechsen, Schlangen) sowie über 1000 Pflanzenarten.

Übernachtungsmöglichkeit gibt es wie in jedem anderen Nationalpark in den USA auch im Death Valley in Form von Campingplätzen. Wir jedoch haben den Tagesausflug ins Death Valley von Las Vegas aus angetreten, somit blieb uns die Unterkunftssuche erspart.

Die Fahrt vom Strip in Las Vegas bis ins Death Valley und wieder zurück sind rund 430km – ein gemütlicher Tagesausflug. Unser Weg führte uns von Las Vegas in 2 Stunden zum Ghoast Town Rhyolite. Allerdings konnte ich diesem Ort nicht allzuviel positives abgewinnen. Ich würde es sozusagen nicht auf die Must-See-Liste setzen. Nach weiteren 35 min befindet man sich schon mitten im Death Valley – bei den Sanddünen (Mesquite Sand Dunes).

Mesquite Sand Dunes

Die 4 km² großen Mesquite Sand Dunes liegen im nördlichen Teil des Death Valley Tales und wurden schon oft als Wüstenkulisse in Filmen, unter anderem in Star Wars, verwendet. Die größte Düne ist die Star Dune. Diese ist relativ stabil, da der Wind den Sand vorzugsweise an genau dieser Stelle ablagert. Der Sand ist hier rund 50 Meter hoch.

Die zuvor noch verlassene Straße durch den nordamerikanischen Nationalpark wirkte so menschenleer und einsam. Bei den Mesquite Sand Dunes angekommen ändert sich die Lage schlagartig – und plötzlich wird aus der stillen verlassenen Wüstenlandschaft ein Haufen qirrliger Menschen, die alle für 10-15 Minuten ihr klimatisiertes Auto verlassen um eines der legendären Fotos auf der Sanddüne zu knipsen. Am Parkplatz findet man Hinweisschilder die daran erinnern sollen, genügend Wasser zu trinken. Und aus eigener Erfahrung kann ich sagen: die stehen nicht zum Spass da! Nach 20 Minuten im Freien und ein paar Meter joggen im Sand geht einem nicht nur die Puste aus, man wird wirklich schlagartig extrem durstig und schwummrig im Kopf. Kein Wunder bei dieser Hitze (die Anzeige im Auto zeigt deutlich über 110° Fahrenheit – das sind umgerechnet rund 45°Celsius).

Nach rund 20 Minuten Aufenthalt bei den Mesquite Sand Dunes beschließen wir unseren Tagesausflug fortzusetzen. Der Weg durchs Death Valley führt uns zum Zabriskie Point, unserem dritten Ausflugsziel an diesem Tag. Den Zabriskie Point erreichten wir nach knapp 30 Minuten Fahrtzeit.

Zabriskie Point

Der Zabriskie Point ist der beliebteste Aussichtspunkt im Death Valley Nationalpark und er ist für seine bizarren Erosionslandschaften bekannt. Die Gesteinsformationen, auf die man von diesem Punkt sieht, sind die Sedimente eines ehemaligen Sees, der vor fünf Millionen Jahren ausgetrocknet ist.

DeathValley-1

Allein die Weiterfahrt zum Aussichtspunkt Zabriskie Point war es wert einen Tagesausflug von Las Vegas aus zu unternehmen. Die atemberaubende Landschaft im Death Valley Nationalpark hat mich wahrlich beeindruckt und ein Ausflug zum Zabriskie Point mit seiner spektakulären Aussicht sollte auf jeden Fall auf die Bucket List gesetzt werden. Die meisten Besucher finden sich dort entweder zum Sonnenaufgang oder zum Sonnenuntergang ein, aber auch unter Tags ist der Zabriskie Point gut besucht. Nur eines hab ich leider nicht gesehen: Coyoten.

Zur Reiseplanung ins Death Valley kann ich folgende Seite empfehlen: https://www.nps.gov/deva/index.htm

Am Schluss noch ein Wort zu den Kosten: der Eintritt mit rund 25$ pro Auto ist erschwinglich. Wer jedoch vor hat, mehrere Nationalparks in den USA zu besuchen, dem empfehle ich in eine Jahreskarte um rund 80$ zu investieren. Diese kann man sich für gewöhnlich vor Ort bei jedem Nationalpark mittels Vorlage eines Reisepasses kaufen. Dieser Annual Pass wird dann bei jeden anderen Nationalpark in Verbindung mit dem Reisepass vorgelegt.

Hat dir mein Beitrag übers Death Valley gefallen? Dann interessiert dich bestimmt auch, wie ich mit dem Rad durch San Francisco gefahren bin, oder was du unbedingt beachten solltest, wenn du dir den Sonnenaufgang im Bryce Canyon ansehen möchtest!

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15 Kommentare
    • smilesnapandtravel says:

      ja das Death Valley ist wirklich unglaublich! Kann ich dir nur empfehlen, es auch mal zu besuchen 🙂

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  1. Liebe was ist says:

    ich finde solche Landschaften ja nach wie vor immer sehr beeindruckend – aber zugegeben auch immer etwas sehr respekteinflößen! hihi, dein Titel verrät es ja auch schon: den Hitzetod entkommen 😉

    aber der weiß, vl zieht es mich auch mal bin, wenn ich in der Nähe von Last Vegas bin!?

    liebste Grüße auch,
    ❤ Tina von http://www.liebewasist.com

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    • smilesnapandtravel says:

      Liebe Tina,
      ja auf alle Fälle wird es dich ins Death Valley ziehen, wenn du in Las Vegas bist! Dieser National Park zählt für mich zu den schönsten in Kalifornien! Und Las Vegas lässt sich ja super mit San Francisco verbinden – du siehst: ich plane schon mal deinen Roadtrip 😉
      Liebe Grüße
      Veronika

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  2. Verena Schulze says:

    Echt coole Fotos!
    Schon Wahnsinn wie Vielfältig die Natur sein kann und was es auch mit einem anstellt, wenn mal fast Nix da ist … Ich freue mich auf viele weitere Berichte von Dir!

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    • smilesnapandtravel says:

      Hey Verena,

      ja stimmt, weniger ist manchmal mehr. Mich faszinieren Wüstenlandschaften extrem!

      liebe Grüße, Veronika

      Antworten
  3. Steffi says:

    Hey,

    Es wundert mich nicht, dass die Location für Filmmacher attraktiv wirkt, denn es sieht wahnsinnig schön aus!

    Super recherchiert.

    Lg

    Steffi

    Antworten
  4. Avaganza says:

    Oh, wie schön! Ich habe den Ausflug nach Death Valley natürlich auch von Las Vegas aus gemacht und war total begeistert. Diese Weite und die Natur … für mich faszinierend. Und die endlosen langen Straßen bis man endlich dort ist. Dein Foto hat das perfekt eingefangen. Ich mag auch wieder hin …

    Liebe Grüße
    Verena

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    • smilesnapandtravel says:

      jaaa… ich mag auch unbedingt wieder hin ! und danke für deinen Kommentar, Verena!
      Liebe Grüße
      Veronika

      Antworten
  5. Conchita says:

    Wie schön, jetzt hast Du mir absolut Lust auf mehr gemacht und mich weiter in die Bredouille gebracht 🙂 Ich bin jetzt 46 und möchte seit Jahren in die USA, war aber noch nie dort und meine Must see Liste wächst und wächst und wächst 🙂
    Besonders das zweite Foto finde ich toll, diese Unendlichkeit mancher Strassen, einfach herrlich!

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    • smilesnapandtravel says:

      Das freut mich aber, wenn ich deine Vorfreude auf die USA noch mehr steigern konnte! Und wegen der Must-See-Liste… jetzt war ich doch letztes Jahr erst dort, ist meine neue Must-See-Liste schon wieder so lang, dass mir mit Sicherheit eine zweite Reise in die USA noch nicht reichen wird und ich mindestens ein drittes Mal rüber fliegen werde 😀
      Ja diese unglaubliche Weite die dieses Land mitsichbringt, fasziniert wohl jeden Europäer – wirklich unglaublich!

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  6. Tanja's Everyday Blog says:

    Ich liebe USA über alles!Und die Kulisse ist ja wirklich der Hammer. Ich habe zwar schon von Death Valley gehört, aber noch nie so richtig danach gesucht. Ich denke, dass es irgendwie in einem Film erwähnt wurde. Ich denke, es ist schon einen Besuch wert. Auch wenn es dort so heiß ist 😉
    Liebe Grüße
    Tanja

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    • smilesnapandtravel says:

      Hallo Tanja,
      Ja auf jeden Fall, genau wegen der Hitze ist das Death Valley einen Besuch wert! Sonst gäbe es vermutlich diese einzigartige Landschaft nicht. Zum Glück gibts ja schon klimatisierte Autos, dann lässt sich die Hitze auch gut von innerhalb des Wagens aushalten 😉
      Liebe Grüße
      Veronika

      Antworten

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