3 mal Nein für den Krka National Park

3 Mal NEIN für einen Besuch im Krka Nationalpark

Heute muss ich dir leider die rosarote Brille abnehmen und dir meinen ehrlichen Bericht über den Krka National Park servieren. Zum Glück mache ich selten schlechte Erfahrungen auf Reisen, vom Yosemite National Park mal abgesehen – denn dort fahre ich auch bestimmt nie mehr hin! Aber hin und wieder kommts eben doch vor, dass man von seinem vermeintlich unglaublich sehenswerten Ausflugsziel enttäuscht ist.

Eines vorab! Ich gestehe, ich habe nur ein paar Stunden im National Park Krka verbracht (mehr hätte ich auch nicht ausgehalten). Und ich habe mich diesmal nicht auf die Suche nach einsamen Plätzen begeben, sondern bin wie die meisten anderen Touristen den Weg entlang gelaufen. Ich habe den Park also wie die Mehrheit der Touristen erkundet. Ich habe die Standardtour gewählt, den Weg genutzt, den auch in Zukunft die meisten Touristen nehmen werden.

Wanderung zu den Wasserfällen

Wanderung zu den Wasserfällen, da wusste ich noch nicht zwischen wie vielen Menschen ich gleich stehen/gehen werde!

Mit Sicherheit gibt es Routen durch den Krka National Park, die weniger überlaufen sind, aber ich hatte nunmal wenig Zeit. Meine Ansprüche sind meist nicht hoch, doch sollten sie auch auf dem Mainstream-Trail durch den Krka National Park erfüllt werden. Dem war leider nicht so.

Meine 3 bodenständigen Anforderungen an einen National Park

  1. In einem National Park will ich zur Ruhe kommen und mich nicht von hunderttausend anderen Menschen gehetzt fühlen.
  2. In einem National Park soll es nicht lauter sein als auf einem Rummelplatz. Auf der Münchner Wiesn wird man auch nicht mehr herumgeschoben wie im Krka National Park.
  3. In einem National Park will ich die Landschaft genießen und in Ruhe mein Foto schießen können, ohne Angst zu haben, mir könnte jeden Augenblick jemand auf die Zehen treten. In diesem Park, fast unmöglich.

Ich glaube nicht, dass meine Ansprüche zu hoch sind und ich mir das Blaue vom Himmel erträume. Wenn ich auf ein Rockkonzert gehe, zahle ich auch Eintritt, ich gehe mit dem Wissen hin, dass es laut sein wird, und viele Menschen um mich herum drängeln werden. Das ist im Preis einer Konzertkarte inbegriffen.

Auch weiß ich, dass es genug touristische Magneten gibt, an denen es nur so wuselt, Hallstatt zum Beispiel. Aber Hallstatt verlangt keinen Eintritt und es ist immerhin eine Marktgemeinde, und kein National Park. Von Hallstatt erwarte ich mir, dass dort Leben herrscht.

Nicht so in einem National Park. Dort hätte ich mir mehr Ruhe erwartet.

Ausblick auf die Wasserfälle

Ausblick auf die Wasserfälle

Versteh mich nicht falsch, ich liebe National Parks !

Seit meinem Roadtrip durch die USA und den damit verbunden Besuchen diverser Nationalparks (Death Valley, Capitol Reef, Bryce Canyon uvm) bin ich ein richtiger National-Park-Fan geworden. Aber nicht nur in Amerika habe ich schon einige National Parks besucht, auch in meiner Heimat Österreich gibts zum Beispiel den National Park Hohe Tauern, welcher sehr sehenswert ist. Dort befinden sich unter anderm europas höchste Wasserfälle und auch der Großglockner (zu österreichs höchstem Berg habe ich natürlich auch schon eine Wanderung unternommen) und in Bayern kann ich dir den National Park Berchtesgaden empfehlen. Dort kannst du zum Beispiel im Zuge einer Zweitagestour die Gotzenalm besuchen.

Wie du siehst, geschützte Gebiete zu besuchen, die lanschaftlich besonders reizvoll sind, ist genau mein Ding. Und so war es für mich klar, dass ich auch während meines Trips durch Kroatien den ein oder anderen National Park besuchen muss.

Meine Wahl fiel auf den National Park Krka. Er befindet sich nur rund 20min Autfahrt von Sibenik entfernt und ist somit ein ideales Ausflugsziel in der Region Sibenik-Knin. Doch wie bereits oben erwähnt, war ich leider nicht wirklich nachhaltig beeindruckt. Was dich im Krka erwartet will ich dir trotzdem nicht vorenthalten.

Hard facts rund um den Krka National Park

Der 72km lange Fluss Krka schlängelt sich über sieben große Wasserfälle sowie dutzende Anstauungen, Verengungen und Stromschnellen in denen er 46 Höhenmeter überwindet, durch den National Park. Hört sich schön an, und das ist es auch! Keine Frage.

der Fluss Krka

der Fluss Krka

Krka National Park

Aussicht von oben

Doch was dir niemand erzählt, sind die Unmengen an Menschenmassen die sich (und auch dich) durch den Park schieben. Wie ausgewachsene Enten watscheln die Touris hintereinander her, über zahlreise kleine Brücklein und Wege, und du mittendrin. Bis du nach gefühlten Stunden der Ewigkeit unten ankommst und auf der Liegewiese, vor den Wasserfällen und hoffst, ein müllfreies Plätzchen zu finden. Mhm… klingt doch nicht mehr so rosig oder? Aber keine Sorge, ich habe nach einer Ausweichmöglichkeit für dich gesucht. Denn meiner Meinung nach, gibt es eine bessere Alternative zu diesem überteuerten, überfüllten, übermüllten Krka Nationalpark.

3 mal Nein für den Krka Nationalpark

der überfüllte Krka Nationalpark

Mein Ausweichtipp für dich: Die Kravica Wasserfälle in Bosnien

Hier zahlst du nur ein paar Euro Eintritt, bist vielleicht 10Minuten zu Fuß unterwegs (das schafft man auch in der prallen Mittagssonne) und unten angekommen sind die Wasserfälle mindestens so schön wie im Krka Nationalpark!

kravica Wasserfälle

kravica Wasserfälle

Wenn du dir nun denkst, allein wegen den Wasserfällen möchtest du nicht nach Bosnien reisen, dann habe ich einen Tagesausflug für dich zusammengestellt. Du besuchst zuerst das wunderschöne Haus in Blagaj, dann die malerische Altstadt von Mostar und abschließend gönnst du dir einen Sprung ins kühle Nass der Kravica Wasserfälle. Ich rate dir: lass dir diesen Ausflug nicht entgehen! Lies dir dazu meinen Beitrag Die Top 3 Sehenswürdigkeiten für deinen Tagesausflug nach Bosnien durch!

ich freue mich, wenn du meinen Beitrag teilst !
2 Kommentare
  1. Clara Davis says:

    Leider sind auf Grund der vielen Werbung die meisten schönen Plätze an der Adria völlig überfüllt. Dubrovnik…Venedig..katastrofal. Kreuzschiffe und Massentourismus.

    Antworten
    • smilesnapandtravel says:

      Ja da hast du recht, die viele Werbung trägt bestimmt auch ihren Teil dazu bei! Ich bin der Meinung die Veranstalter sollten sich Gegenmaßnahmen überlegen. Dann dürfen eben nicht mehr alle in die Stadt und nur zu einer bestimmten Zeit hinein. So ists für die Bewohner und für die Touristen angenehmer. Selbes gehört im National Park gemacht. Im Antelope Canyon (USA) funktioniert das ja auch, dass man nur Gruppenweise und zu einer bestimmten Zeit hinein darf.

      Antworten

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